Specksteinfigur 'Die Mutter und ihre Kinder'  (c) El Puentefairliebt  (c) WLDachverbandSortenreiner Sidamo aus Äthiopien  (c) dwpBolga-Tanga-Korb aus feinem Gras  (c) El PuenteKakaobauer aus Juleskro mit reifen Kakaofrüchten  (c) GEPA

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Fairer Handel und Klima

Armut ist in Entwicklungsländern eine der Hauptursachen für Umweltzerstörungen: Abholzung ist oft der einzige Weg, um ein Stück Land zur Bewirtschaftung oder zum Wohnen zu gewinnen, Holz wird zum Kochen und Heizen gebraucht. Dadurch verschärft sich die Armut allerdings. Dieses Phänomen wird ’ökologische Armutsfalle’ genannt. Mit folgendem Dilemma: Menschen in Armut sind Hauptopfer und gleichzeitig Hauptverursacher. Ohne die Reduzierung von Armut wird jede nationale oder globale Klimapolitik mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung scheitern. So kommt es, dass im Süden die Ernährungssicherheit, Energieversorgung und Versorgung mit sauberem Trinkwasser sowie – in letzter Konsequenz – menschliches Leben am stärksten vom kommenden Klimawandel betroffen sein werden. Das gleiche gilt für ihre Staaten: Eine ausreichende Infrastruktur oder finanzielle Kapazitäten sind kaum vorhanden. Der beginnende Klimawandel wird Entwicklung bedrohen und kann deshalb nicht mit reiner Umweltpolitik angegangen werden. Viel eher wird der Klimawandel zur Frage der Gerechtigkeit zwischen Nord und Süd.

Plakat 2009 (c) WL-DachverbandDie Anpassung an die negativen Auswirkungen des Klimawandels wird ein zunehmend wichtiges Thema, sowohl in der Klimadebatte wie auch in der entwicklungspolitischen Diskussion insgesamt. Dies gilt ganz besonders für die ärmsten Entwicklungsländer, deren hohe Verletzlichkeit sich begründet mit

Die Folge ist eine geringe Kapazität zur Bewältigung der Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt.

Dem Fairen Handel kommt in diesem Zusammenhnag eine bedeutsame Rolle zu. Er ist zwar keine ökologische Bewegung, sondern ein alternatives Handelssystem. Dennoch verkörpert er eine wichtige Kraft für den Umweltschutz, indem er nachhaltige Entwicklung fördert. Darüber hinaus ist der Faire Handel mittlerweile auch bei Politikern eines der anerkannten Hauptwerkzeuge im Kampf gegen die weltweite Armut. Nachhaltige Entwicklung und die Aussicht auf eine bessere Zukunft ermutigen die Menschen, ihre Auswirkungen auf die Umwelt näher zu betrachten.

Der Faire Handel hat sowohl indirekte wie direkte Auswirkungen auf das Klima:

Quelle: Begleithefte des Weltladen-Dachverbands zu den Weltladentagen 2008 und 2009 unter dem Thema „Fairer Handel schafft gutes Kima“.

Rooibos und wilder Rooibos von Heiveld/Südafrika

Rooibostee ist ein gutes Beispiel dafür, wie Fairer Handel gutes Klima schafft. Rooibos wächst weltweit nur in einer ganz speziellen Gegend in Südafrika. Der Klimawandel trifft die Region Sud Bokkeveld besonders hart und extreme Hitzeperioden mit fehlenden Niederschlägen über Jahre hinweg machen das Überleben immer schwerer. In der Zeit zwischen 2003 und 2006 ist aufgrund extremer Dürre ein Großteil der Ernte ausgefallen. Die Kleinbauern müssen auf diese veränderten Klimabedingungen reagieren, um ihr Überleben zu sichern. Mit Unterstützung der Umweltorganisation EMG produzieren die Mitgliedsfamilien der Heiveld Kooperative Rooibostee auf traditionelle, Natur schonende Art und Weise. Sie sammeln Samen, pflanzen, ernten und fermentieren den Tee von Hand. Mit der gezielten Pflanzung von natürlichen Heckenstreifen zwischen den Feldern wird die Artenvielfalt geschützt, verlorener Lebensraum zum Beispiel für Nutzinsekten zurück gewonnen und der Erosion durch starke Winde vorgebeugt. Durch spezielle Schulungen ist es den Kleinbauern inzwischen möglich, wilde Rooibossorten zu bewirtschaften und diese zu erhalten, da wilder Rooibos die extreme Dürreperiode überlebt hat - im Unterschied zu kultivierten Sorten. Alle Mitglieder der Kooperative sind durch Naturland als Bio-Betriebe zertifiziert und betreiben gezielten Umweltschutz in der ökologisch sensiblen Region. Immer mehr Kleinbauern wollen sich diesem neuen Weg einer umweltschonenden Rooibosproduktion anschließen. Natur- und Klimaschutz, wie sie die Mitglieder der Heiveldkooperative betreiben, sind für alle Kleinbauern der Region von existenzieller Bedeutung. Dank des Mehrpreises, den die Kleinbauern durch den Verkauf des Tees an Fair-Handels-Organisationen erzielt haben, konnten und können sie sich ihre wirtschaftliche Grundlage wieder aufbauen. Der Mehrpreis wird zu einem großen Teil dazu verwendet, Maßnahmen für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu finanzieren. Aufgrund der langfristigen Handelsbeziehungen garantiert der Faire Handel den Kleinbauern eine gesicherte Abnahme und damit die Möglichkeit und Perspektive, in langfristige Umstellungsmaßnahmen und Schulungen investieren zu können.
fair+bio-Rooibos aus der Heiveldkooperative ist besonders klimafreundlich, da ...

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