Specksteinfigur 'Die Mutter und ihre Kinder'  (c) El Puentefairliebt  (c) WLDachverbandSortenreiner Sidamo aus Äthiopien  (c) dwpBolga-Tanga-Korb aus feinem Gras  (c) El PuenteKakaobauer aus Juleskro mit reifen Kakaofrüchten  (c) GEPA

:: fairwundert ::

Öko + Fair ernährt mehr!

Plakat Öko+Fair (c) WL„Öko + Fair ernährt mehr!“ – so lautet das Motto einer Kampagne für zukunftsfähige Welternährung, mit der in den Jahren 2010 und 2011 der Weltladen-Dachverband und Naturland auf die weltweite Ernährungskrise und deren Opfer aufmerksam machen.

Weltweit hungert eine Milliarde Menschen, zwei Drittel von ihnen leben auf dem Land – dort, wo die meisten Nahrungsmittel produziert werden. Trotz technischer Innovation steigen die Ernteerträge nicht weiter an, sondern sinken aufgrund zunehmender Bodendegradierung und zunehmender Naturkatastrophen infolge des Klimawandels. Die „Grüne Revolution“ konnte Hunger und Mangelernährung nicht nachhaltig beseitigen, sie ist sozial unausgewogen und stößt an ökologische Grenzen. Das Milleniumsziel, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren, ist in weite Ferne gerückt und die Folgen des Klimawandels werden die Ernährungsproblematik weiter verschärfen.

Der Weltagrarbericht von UNESCO und der Weltbank macht vor diesem Hintergrund deutlich, dass eine globale Agrarwende hin zu kleinbäuerlicher und ökologischer Landwirtschaft unabdingbar ist.

Eine kürzlich erschienene Studie zeigt auf, dass Öko-Landbau gerade in Afrika dem konventionellen an Produktivität mindestens ebenbürtig und bezüglich der Kosten weit überlegen ist. Gleichzeitig holt der Öko-Landbau wesentlich mehr Ernte aus den Böden heraus, weil er sie vor Übersäuerung und Erosion schützt. Der Umstieg auf Öko-Landbau in Entwicklungsländern erhöht die Erträge der Bauern nach verschiedenen Studien um bis zu 80 Prozent! Öko-Landbau und Fairer Handel können einen positiven Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung leisten. „Öko + Fair“ verbessert also Lebens- und Umweltbedingungen.

Welthunger ist allerdings nicht allein eine Frage der produzierten Nahrungsmittel-Menge. Denn auch gegenwärtig wächst genug für alle. Es geht um Macht, Profit und Verteilungsgerechtigkeit. Mit der Ausweitung von Freihandel und industrieller Landwirtschaft verschärfen sich die Ungerechtigkeiten: Kleinbauern und -bäuerinnen werden zunehmend abhängig von Saatgut- und Gentechnikfirmen oder werden für den Anbau von Futtermitteln und Energiepflanzen vertrieben. Zusätzlich werden die Märkte des Südens überschwemmt von exportsubventionierten Lebensmitteln aus den USA und der EU (u.a. Milchpulver, Geflügel, Getreide), so dass die Landbevölkerung ihre Erzeugnisse nicht mehr verkaufen kann.
Weltagrarbericht (c) WL
Die Agrarpolitik der Industrieländer, die Massenproduktion unter hohen ökologischen und sozialen Kosten fördert und auf ungebremsten Export setzt, ruiniert die Grundlagen kleinbäuerlicher Landwirtschaft weltweit – und damit die Ernährungssouveränität und Zukunftschancen vieler Menschen.

Um den Hunger zu reduzieren und zu verhindern, sind falsche politische Weichenstellungen zu korrigieren. Daher werden deutsche Politiker im Rahmen der Kampagne aufgefordert, sich auf nationaler und internationaler Ebene für die Förderung kleinbäuerlicher Strukturen und für die weltweite Verbreitung der Prinzipien des Öko-Landbaus einzusetzen, mit dem Ziel eine langfristige Ernährungssouveränität zu erreichen. Dazu gehören im Speziellen:


Aber auch wir als die Verbraucher können etwas tun. Wir können mit unserem Einkaufsverhalten politisch mitbestimmen und zur Ernährungssouveränität von Kleinbauern und -bäuerinnen beitragen.

Über die Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!“ informiert eine eigene Homepage. Von dort gelangt man auch

Wolfach, Vorstadtstr. 45
Öffnungszeiten
Mo, Di 14:30 - 18:00
Mi 09:00 - 12:00
Do, Fr 09:00 - 12:00 und
14:30 - 18:00
Sa 09:00 - 12:30

Haslach, Engelstr. 18
Öffnungszeiten
Mo bis Sa 09:00 - 12:30
Mo, Di, Do, Fr 14:30 - 18:00
Jeden 2. Samstag auf dem Wochenmarkt

Schiltach, Hauptstr. 5
Öffnungszeiten
Mi 9:00 - 12:30
Do 8:00 - 12:30 und
14:30 - 18:00
Fr 9:00 - 12:30 und
14:30 - 18:00
Sa 9:00 - 12:30

Wir freuen uns auf Sie.
Sie wollen sich ehrenamtlich engagieren? Der Weltladen bietet dazu gerne Gelegenheit.

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